Veranstaltung: Rassismus im Gesundheitswesen

Im Gegensatz zu früher, als der Arzt quasi für den Patienten entschied, was zu tun sei, tritt heute der mündige Patient an seine Seite und möchte ausführlich informiert und – nach entsprechender Aufklärung – an der Entscheidung über medizinische Maßnahmen beteiligt werden. Die Medizin ist zunehmend verrechtlicht worden und die Beziehung zwischen Arzt und Patient hat dadurch Vertragscharakter angenommen. Das Motto lautet: „Der Wille des Kranken ist oberstes Gebot“. Hierzu gehören v. a. die selbstständige, geplante Krankenpflege, die Durchführung der im Rahmen der Behandlungspflege ärztlich angeordneten Maßnahmen der Diagnostik und Therapie sowie technische Ermittlungen und die Erfüllung technischer Aufgaben.

Diesen Workshop richtete sich ausschließlich an muslimisch gelesene Frauen, da wir auch über ihre Erfahrungen im Gesundheitswesen  und dem Umgangsstrategien mit Rassismus auszutauschen. Für viele in Deutschland lebende muslimisch gelesene Frauen gehören Rassismus und rassistische Diskriminierung zum Alltag.

Unser Blick im Workshop richtete sich auf die Gesamtheit und zugleich Unterschiedlichkeit unserer Erfahrungen. Wir entwickelten gemeinsam wohltuende und wirkungsvolle Handlungs- und Widerstandsstrategien. Dabei nutzen wir unterschiedliche Methoden und Übungen aus der Empowerment-Arbeit.

Gesetzlich anerkannt und geregelt wurden Patient_innenverfügungen in Deutschland erst durch das am 18. Juni 2009 beschlossene, vom Bundesrat am 10. Juli 2009 gebilligte und am 01. September 2009 in Kraft getretene Dritte Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts. Den Kern der auch als „Patientenverfügungsgesetz“ bezeichneten Vorschriften bilden die §§ 1901a, 1901b, 1904 BGB.

 Gemeinsam sind wir intensiver auf die Patientenverfügung und das Testament eingegangen und haben die entsprechenden Dokumente bearbeitet. Insgesamt war es ein lehrreicher Tag. Durch den Bahnstreik gab es leider einige Absagen und den Wunsch, diesen Workshop zu einem späteren Zeitpunkt wieder anzubieten. Insgesamt haben fünf junge Frauen den Workshop besucht.

Fonds

Ad-hoc-Fonds

Aktionszeitraum

9. Dezember 2023

Ort

Stuttgart

Initiator_innen

Zielgruppen

Empowerment von Menschen mit Migrationsgeschichte und muslimische Frauen und Mädchen ab 18 Jahre

w

Themenfelder

  • Antimuslimischer Rassismus
  • Empowerment
  • Islamistische Orientierungen/ Handlungen
  • Rassismus
h

Typ der Einzelmaßnahme

  • Aktionstag

  • Beratungsangebot

Stadtjugendring Stuttgart e.V.

Burgenlandstraße 15
70469 Stuttgart

Ansprechpersonen:
Alice Heisler & Matthias Mauz

Tel.: 0711/23726-72/ -71