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Foto von Projekt Ar-Mut

Aktionswochen gegen "Antiziganismus"

Im Rahmen des Projekts setzte sich die Schule mit dem Thema Antiziganismus und der Situation von Sinti und Roma in Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass Sinti und Roma in der gesellschaftlichen Erinnerungskultur häufig wenig Beachtung finden, obwohl ihre Verfolgungsgeschichte und anhaltende Diskriminierung ein wichtiger Bestandteil historisch-politischer Bildung sind. Ziel des Projekts war es daher, Schüler_innen ein vertieftes Verständnis für die Geschichte und Gegenwart von Antiziganismus zu vermitteln und sie zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur zu ermutigen.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war der Film Contemporary Past des Regisseurs Kamil Majchrzak, der sich mit der Auseinandersetzung von Jugendlichen aus verschiedenen europäischen Ländern mit Antiziganismus und Erinnerungskultur beschäftigt. Die Schüler_innen setzten sich dabei mit der Frage auseinander, welche Bedeutung historische Erfahrungen für die Gegenwart haben und wie junge Menschen selbst zu einer lebendigen Erinnerungskultur beitragen können.

Zur Vorbereitung des Aktionstags fanden Klassenworkshops für die Jahrgangsstufen 9 und 10 statt, die von Esther Reinhardt-Bendel durchgeführt wurden. Als Betroffene und Multiplikatorin ermöglichte sie den Schüler_innen einen persönlichen Einblick in die Lebensrealitäten von Sinti und Roma sowie in die Mechanismen sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung. In den Workshops wurden außerdem erste Beiträge vorbereitet, die später in den Aktionstag eingebracht werden konnten.

Der Aktionstag umfasste mehrere Programmpunkte. Neben der Filmvorführung mit anschließender Diskussionsrunde mit dem Regisseur wurden auf dem Schulhof Informationsmaterialien und eine Ausstellung zum Thema präsentiert. Darüber hinaus fand eine gemeinsame Aktionsfeierstunde statt, an der Vertreterinnen der Schulgemeinschaft, der Schülervertretung sowie weitere Beteiligte mit Beiträgen, Reden und kulturellen Programmpunkten teilnahmen. Ziel war es, Dialog und Austausch innerhalb der Schulgemeinschaft zu fördern und Schüler_innen Möglichkeiten aufzuzeigen, sich selbst aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen.

Langfristig sollte das Projekt dazu beitragen, das Thema Antiziganismus dauerhaft im schulischen Kontext zu verankern. Geplant wurden unter anderem weitere Projekttage, Exkursionen zu historischen Lernorten sowie die Möglichkeit für Schüler_innen, sich als Botschafterinnen gegen Antiziganismus zu engagieren. Insgesamt zielte das Projekt darauf ab, innerhalb der Schule eine breite Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Thema zu fördern und Schüler_innen für diskriminierende Strukturen in Vergangenheit und Gegenwart zu sensibilisieren.

Fonds

Aktionsfonds

Aktionszeitraum

7. bis 25. März 2022

Orte

Ferdinand Porsche Gymnasium

Initiator_innen

Freunde und Ehemaligen des Ferdinand-Porsche-Gymnasium e.V.

Zielgruppen

Schulgemeinschaft des Ferdinand Porsche Gymnasium

w

Themenfelder

  • Abwertung von Sinti und Roma
  • Demokratiestärkung
  • Empowerment
  • Förderung jugendlichen Engagements
  • Rassismus
h

Typ der Einzelmaßnahme

  • Aktionstag
  • Kulturelles Angebot
  • Workshops