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Foto von Projekt Ar-Mut

Gefühlte Wahrheiten - Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona und darüber hinaus

Im Rahmen des Projekts wurden mehrere Workshops zum Thema Verschwörungserzählungen durchgeführt. Ziel war es, die Teilnehmenden für das Phänomen zu sensibilisieren und ihnen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit entsprechenden Aussagen aufzuzeigen.

Während der Workshops wurde erfolgreich eine Sensibilität für das Thema Verschwörungserzählungen geschaffen. Anhand konkreter Beispiele, der Darstellung von Betroffenen sowie der Erörterung möglicher Ursachen konnten die Teilnehmenden ein besseres Verständnis für die Entstehung und Wirkung solcher Erzählungen entwickeln. Die Auseinandersetzung mit realen Fällen – etwa mit der Geschichte des Journalisten Richard Gutjahr, der persönlich unter Verschwörungserzählungen zu leiden hatte – regte bei vielen Teilnehmenden nachhaltige Denkprozesse an.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Diskussion unterschiedlicher Reaktionsmöglichkeiten im Umgang mit Verschwörungserzählungen. Die Teilnehmenden setzten sich mit Strategien wie Diskutieren, Ignorieren oder Ironisieren auseinander und reflektierten deren jeweilige Vor- und Nachteile. Dadurch wurden sie insgesamt reaktionsfähiger und sicherer im Umgang mit entsprechenden Situationen.

Das Thema erwies sich als besonders relevant, da Verschwörungserzählungen im Kontext der Corona-Pandemie allgegenwärtig waren. Nahezu alle Teilnehmenden waren entweder selbst betroffen oder kannten Personen aus ihrem Umfeld, die mit solchen Erzählungen konfrontiert waren. Entsprechend hoch war der praktische Nutzen der Workshops für die Teilnehmenden.

Die Durchführung erfolgte planmäßig ohne Abweichungen vom ursprünglichen Konzept, welches bereits seit dem Sommer zuvor regelmäßig eingesetzt worden war. Alle vier Workshops wurden online durchgeführt und fanden über die Plattformen Moodle und Zoom statt. Der begleitende Moodle-Kurs diente zugleich der Ergebnissicherung, da die dort dokumentierten Antworten und Diskussionen der Teilnehmenden auch nach Abschluss der Workshops weiterhin zugänglich blieben.

Die Veranstaltungen fanden am 26. Januar sowie am 01., 04. und 16. Februar 2021 statt. Bei allen vier Durchgängen handelte es sich um bestehende Gruppen von Teilnehmenden aus dem FSJ Stuttgart, die durch ihre jeweiligen Gruppenleitungen gewonnen und angemeldet worden waren.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt wurde und die gesetzten Ziele vollständig erreicht werden konnten. Sowohl die inhaltliche Vermittlung als auch die Aktivierung und Reflexion der Teilnehmenden verliefen wie geplant.

Fonds

Aktionsfonds

Aktionszeitraum

4 Workshops im Januar und Februar 2021

Orte

Stuttgart

Initiator_innen

Internationaler Bund Süd e.V.

Zielgruppen

Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 27 Jahren

w

Themenfelder

  • Demokratiestärkung
  • Rechtsextreme Orientierungen/ Handlungen
  • Verschwörungserzählungen
h

Typ der Einzelmaßnahme

  • Aktionstag
  • Fortbildungsangebot/ Schulung
  • Pädagogisches Angebot