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Kaffee und Klartext

„Kaffee und Klartext“ ist ein politisches Diskussionsformat. Es ist eine Veranstaltung von Schüler_innen für Schüler_innen. Die Schüler_innen der KuK-AG organisieren das Diskussionsformat selbstständig.

Die AG lädt Schüler_innen der Klassen 7-12 zu regelmäßig stattfindenden politischen Diskussionsrunden ein. Diese finden statt in der Mittagspause.

Zu Beginn gibt es einen  zehnminütigen inhaltlichen Input durch eine_n Referent_in oder ein Video oder einen Vortrag der Schüler_innen. Dazu gibt es konstenlos Kaffee und Brezeln.

Bericht zur KuK-Veranstaltung „Demokratie – die beste Staatsform?“ (02.06.2022)

In unseren AG-Stunden hat uns der Krieg gegen die Ukraine und die große Solidarität die auch in der Stadt zu spüren war beschäftigt. Vielen ging es so, dass sich zu der Freude, dass so viele Menschen sich engagieren ein Gefühl der Irritation gemischt. Warum helfen heute so viele und 2015 – als auch sehr viele Menschen nach Europa kamen – verhältnismäßig wenige. So sprachen wir über Solidarität, für wen sie gilt und warum dies so ist.

Dem Entschluss eine Veranstaltung zu diesem Thema zu machen ging die Überlegung voraus, dass wir Referent*innen von außen einladen wollten, die uns bei der Diskussion unterstützen mit ihrem Fachwissen. Zwei Vertreter*innen der Initiative Afrokids e.V. waren glücklicherweise bereit die Veranstaltung mit uns durchzuführen.

Nach einer ersten Vorstellungsrunde in welcher jede*r kurz erklärte, warum sie*er dabei ist wurde schnell klar, dass das Thema viele interessiert. Wir schauten dann einen kurzen Clip der die systematische Diskriminierung Schwarzer Menschen vom transatlantischen Sklavenhandel bis heute aufzeigte. Danach kamen wir auf die rassistische Wahrnehmung Schwarzer Menschen als „Fremde“ oder „Andere“ zu sprechen, die sich sowohl im Alltag als auch in der Kultur bemerkbar macht. Wir sprachen danach über mögliche Wege diesen Rassismen zu begegnen und einigten uns, dass die Begegnung der entscheidende Weg sei, um rassistische Vorurteile zu bekämpfen.

Die Referent*innen schilderten uns, wie POCs aus der Ukraine es deutlich schwerer haben, sowohl die Grenze nach Polen zu überqueren, als auch z.B. hier in Deutschland anzukommen. Hier zeigt sich – so unsere Überlegungen- dass Solidarität nur begrenzt gezeigt wird und oft von vielen Faktoren abhängt. Wir sprachen über das Argument, dass uns ja die Ukraine viel näher sei, als z:B. Syrien. In der Diskussion kamen wir aber darauf, dass diese Argument nur begrenzt funktioniert. Mit Blick auf die verhaltenen Solidaritätsbekundungen der Gesellschaft nach den Anschlägen in Hanau und Halle (also ganz nah bei uns), wurde deutlich dass es die Nähe allein nicht sein kann, sondern dass Solidarität auch von rassistischen Vorurteilen abhängig ist.

Abschließend waren wir uns einig, dass es nicht darum gehen kann die aktuelle Hilfe und Solidarität schlecht zu reden. Sondern es wäre vielmehr wichtig, dass es auch in der aktuellen Situation ein Gespräch darüber geben muss, wem wir helfen und warum. Unsere Diskussion hat unsere Sensibilität mit Blick auf Solidarität geschärft und wir würden uns wünschen, dass es auch oder vielleicht gerade in der aktuellen Situation auch eine Diskussion darüber gibt, wem wir bereit sind zu helfen.

Fonds

Jugendfonds

Aktionszeitraum

Januar bis Dezember 2017
Januar bis Dezember 2018
Januar bis Dezember 2019
Januar bis Dezember 2020
Januar bis Dezember 2021
Januar bis Dezember 2022

Ort

Wagenburg-Gymnasium Stuttgart

Initiator_innen

AG Courage des Wagenburg-Gymnasiums

Zielgruppen

alle Schüler_innen der Klassen 7 bis Kursstufe des Wagenburg-Gymnasiums

w

Themenfelder

  • Demokratiestärkung
  • Förderung jugendlichen Engagements
  • Wertediskussionen
h

Typ der Einzelmaßnahme

  • Pädagogisches Angebot
  • Schulprojekt