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Plakat von Projekt Stuttalks

Schönere Aussichten - Konzepte für ein solidarisches Theater für junges Publikum

Das Theaterfestival „Schöne Aussicht“ fand als zweijährlich veranstaltetes Format am Jungen Ensemble Stuttgart (JES) statt und richtete sich sowohl an ein breites Stuttgarter Publikum als auch an Fachkräfte aus dem Bereich Kinder- und Jugendtheater in Baden-Württemberg. Das Festival verband internationale Gastspiele mit einem fachlichen Austausch- und Arbeitsforum für Theaterschaffende.

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungsprozesse wurde im Rahmen des Festivals ein Diskurs- und Weiterbildungsprogramm entwickelt, das sich mit Konzepten eines solidarischen Theaters für junges Publikum auseinandersetzte. Ziel war es, Grundlagen für eine diskriminierungsfreiere und rassismuskritischere Theaterpraxis zu erarbeiten und langfristig zu etablieren. Dabei wurde das Theater als gesellschaftlicher Akteur verstanden, der auf aktuelle Entwicklungen reagiert und Zugangs- sowie Identifikationsmöglichkeiten für alle schafft.

Das Junge Ensemble Stuttgart, das seit seiner Gründung im Jahr 2004 über umfangreiche Erfahrung in der Organisation von Festivalformaten verfügt, konzipierte und realisierte das Programm in Zusammenarbeit mit der Expertin Céline Bartholomaeus. Sie brachte ihre Perspektive und Expertise in Sensibilisierungs- und Diversifizierungsprozessen ein, unter anderem durch ihre Arbeit am Staatstheater Braunschweig und ihre Initiative „AMO Braunschweig Postkolonial“.

Unter dem Titel „Schönere Aussichten – Konzepte eines solidarischen Theaters für junges Publikum“ wurde ein umfassendes Online-Fortbildungsprogramm umgesetzt. Dieses erstreckte sich über den gesamten Festivalzeitraum und umfasste Vorträge, Workshops, Arbeitsgruppen und moderierte Gesprächsrunden. Inhaltlich wurden zentrale Themen wie Allyship, Rassismus und Sprache, Ableismus, kritische Männlichkeiten sowie die Dekolonisierung von Spielplänen behandelt.

In Podiumsdiskussionen und Arbeitsformaten wurden zentrale Fragestellungen bearbeitet: Wie kann ein solidarisches Theater für junges Publikum auf und hinter der Bühne gestaltet werden? Wie lassen sich Unterschiede anerkennen, ohne sie abzuwerten? Welche Narrative und Sprachbilder sind notwendig, um gesellschaftliche Realität abzubilden, ohne diskriminierende Strukturen zu reproduzieren? Und welche strukturellen sowie künstlerisch-ästhetischen Konsequenzen ergeben sich daraus für die Theaterarbeit?

Das Weiterbildungsangebot richtete sich gezielt an Fachkräfte, die im Bereich Theater für junges Publikum tätig sind. Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren trugen sie die gewonnenen Erkenntnisse in ihre Einrichtungen, ihre künstlerische Praxis und ihren Alltag weiter. Auf diese Weise leistete das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung einer solidarischen und demokratischen Theaterlandschaft für Kinder und Jugendliche.

Begleitend wurde ein Awareness-Team eingesetzt, das während des Festivals als Anlaufstelle für Teilnehmende zur Verfügung stand. Es unterstützte Betroffene von Diskriminierungserfahrungen, begleitete die Veranstaltungen und übernahm eine vermittelnde sowie sensibilisierende Rolle.

Fonds

Aktionsfonds

Aktionszeitraum

6. bis 13. Juni 2021

Orte

Online

Initiator_innen

Junges Ensemble Stuttgart – Verein Kinder- und Jugendkultur e.V.

Zielgruppen

Kinder und Jugendliche, Familien, Schulen und Kitas in Stuttgart unabhängig ihrer sozialen, kulturellen, religiösen oder ökonomischen Herkunft und auch unabhängig des Geschlechts

w

Themenfelder

  • Empowerment
  • Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt
  • Inklusion
  • Rassismus
  • Sexismus
  • Vielfalt und Diversity
  • Solidarität
  • Intersektionalität
h

Typ der Einzelmaßnahme

  • Fachtagung/ Kongress
  • Fortbildungsangebot/ Schulung
  • Kulturelles Angebot
  • Podiumsdiskussion
  • Begleitprogramm Kinder- und Jugendtheaterfestival