demokratisch-mehrsprachig-digital

demokratisch – mehrsprachig – digital:
Nutzungsmöglichkeiten der Plattform für Kooperation und KoKonstruktion
(Fokus Vorbereitungsklassen)

Die pandemiebedingten Schulschließungen 2020 und 2021 haben den Zugang von neu zugewanderten und geflüchteten Schüler_innen zur Bildung in hohem Maß erschwert. An den zu Beginn des Jahres 2021 festgestellten Barrieren im Zugang (neu) zugewanderter, geflüchteter Kinder und Jugendlichen zur Bildung hat sich nur partiell und örtlich begrenzt für einzelne Gruppen verändert, migrantische Eltern werden nach wie vor nicht als „Bildungs- und Erziehungspartner“ (KMK) gesehen und aktiv in die Gestaltung von Schule einbezogen. Der schon seit Jahren für die Lehrpersonen festgestellte Professionalisierungsbedarf für ein inklusives Unterrichten und Gestalten der Schule besteht fort und wird durch die Corona-Pandemie verstärkt (s. dazu u.a. Bremm 2021).

Mit dem Projekt soll eine Plattform entstehen und Werkstattgespräche für pädagogische Fachkräfte angeboten werden. Die Plattform soll erkennbar fokussiert sein auf das Lehren und Lernen in der Einwanderungsgesellschaft, exemplarisch dafür stehen die Vorbereitungsklassen. „Digital“ bedeutet dabei für die schulische Bildung von (neu) zugewanderten, geflüchteten Schüler*innen weder eine pandemiebedingte Notlösung, noch ein „zusätzliches“ Angebot.

Motivation ist es, einen praxisbezogenen und wissenschaftsbezogenen Beitrag zur Unterstützung des Lehrens und Lernens in der Einwanderungsgesellschaft leisten. Exemplarisch an der Arbeit in Vorbereitungsklassen geht es darum, die schulischen Akteure zur Nutzung digitaler Möglichkeiten zu ermutigen und sie konkret zu unterstützen. Dabei geht es nicht um die Auflistung weiterer neuer Tools, sondern um das lösungsorientierte gemeinsame Arbeiten an Fragen der Beteiligten. Die nachhaltige Vernetzung der Beteiligten ist ein zentrales Anliegen.

Aufbauend auf bisherige Arbeitsergebnisse, Erfahrungen, vorhandene Materialien und Tools geht es 2022 darum, das vorliegende Konzept der Plattform auch praktisch (technisch!) umzusetzen.

Die Plattform „demokratisch – mehrsprachig – digital: Lehren und Lernen in der Einwanderungsgesellschaft“ wird verstanden als Angebot zur KoKonstruktion praktisch verwendbarer Materialien und professionsübergreifenden Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Bereich der (schulischen) Bildung.
Den Leitgedanken der Demokratiestärkung, dem Empowerment, der Förderung des Engagements von Jugendlichen entspricht sowohl die Offenheit der Plattform, als auch die Offenheit der Projektarbeit in „Werkstätten“. Die Themen Migration, Flucht und Asyl, Vielfalt und Diversity, sowie Mehrsprachigkeit spiegeln sich nicht nur in den Inhalten der Beiträge, sondern auch in der Sichtbarmachung migrantischer Akteure wider.

Fonds

Aktionsfonds

Aktionszeitraum

Februar bis Dezember 2022

Orte

Stuttgart / digital

Initiator_innen

Migrant*innen machen Schule e.V.

Zielgruppen
  • Lehrpersonen und pädagogisch Tätige im Schulbereich
  • Lehrende und Studierende an Hochschulen
  • Elternvertretungen
Themenfelder
  • Demokratiestärkung
  • Empowerment
  • Förderung jugendlichen Engagement
  • Migration, Flucht und Asyl
  • Vielfalt und Diversity
  • Mehrsprachigkeit
Typ der Einzelmaßnahme
  • Angebot im Bereich Neue Medien/Soziale Medien
  • Medienprojekt
  • Projekt zum Aufbau von Netzwerken