Lesung und Gespräch
„Hass im Netz gleich Gewalt im Alltag?“

Lesung und Gespräch „Hass im Netz gleich Gewalt im Alltag?“

Ziel der Veranstaltung war es, Bewusstsein für die Wirkung von anonymen Kommentaren in den Sozialen Medien zu wecken und die Mechanismen von Hatespeech und der Veränderung der Atmosphäre im politischen, gesellschaftlichen Raum zu schaffen.

Im Hotel Silber ist die Debatte durch die Geschichte des Ortes in einen neuen Zusammenhang gestellt. Besonders in der Darstellung der Zeit vor 1933 sind interessante Parallelen zu finden was gezielte Interventionen von rechts anbelangt, die eine Verrohung der politischen Debatten und Auseinandersetzung und durch Verschiebung der Grenzen des Sagbaren.

Die Gegenüberstellung von Frank Rudkoffskys Roman „Fake“ und dem persönlichen Bericht von Luigi Pantisano, dessen Geschichte in Teilen im Roman abgebildet ist, hilft in ihrer erschreckenden Direktheit diese Wirkung nachzuvollziehen. Auch wenn die Romanhandlung rein fiktional ist, bezieht sie sich auf reale Begebenheiten und findet zudem an realen Orten hier in Stuttgart statt.
Der Autor Frank Rudkoffsky hat sich auch als Journalist eingehend mit den sozialpsychologischen Untersuchengen des Phänomens „Hatespeech“ befasst. Er bringt in seinem Roman die Täter_innenperspektive und die Perspektive des Adressaten von Hatespeech auf engem Raum in einem Haushalt, in einer Zweierbeziehung, zusammen und lässt sie vor den Augen der Mitleser_innen eskalieren. Nichts ist so erfolgreich und anziehend in den Sozialen Medien wie Wut.

Die Veranstaltung lässt sich hier nachhören.

Fonds

Aktionsfonds

Aktionszeitraum

4. August 2021

Orte

Lern- und Gedenkort Hotel Silber

Initiator_innen

Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.

Zielgruppen
  • Interessierte
  • Betroffene von Hass im Internet
Themenfelder
  • Hate Speech
  • Rassismus
  • Rechtsextreme Orientierungen/ Handlungen
  • Hass im Netz
Typ der Einzelmaßnahme
  • Lesung
  • Podiumsdiskussion
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