Making sexism visible –
through invisible theatre

Making sexism visible – through invisible theatre

Was braucht es, dass Sexismus in der Öffentlichkeit nicht nur für Betroffene sichtbar wird? Was würde passieren, wenn patriarchale Machtdynamiken in der Öffentlichkeit umgedreht werden würde? Würde es uns dann mehr auffallen – oder einfach nur anders? Wieso gibt es immer noch Orte, an denen wir uns besonders unwohl fühlen? Wie können wir reagieren, wenn wir sexistische Wirkmechanismen bemerken? Wie lösen wir jetzt eigentlich diese verdammte Toilettensituation? Wie kann man auf Strukturen aufmerksam machen, ohne sie zu reproduzieren? Warum müssen wir Banalitäten immer wieder aufs neue erklären? Was passiert, wenn Sexismus als künstlerisches Mittel genutzt wird? Wo hört Theater auf und wo fängt Realität an?

Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in der Workshopreihe „making sexism visible through invisible theatre“. An zwei Wochenenden widmen wir uns diesen Themen und nutzen das Unsichtbare Theater nach Augusto Boal.
Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen erarbeiten wir Szenen, die im öffentlichen Raum „gespielt“ werden, im besten Fall ohne als Theater wahrgenommen zu werden. Dadurch dass es keine Aufführungssituation gibt (die als solche gerahmt und erkannt wird) eignet sich diese Methode besonders für Menschen, die wenig bis keine Vorerfahrung mit Theater haben.
Viele Machtdynamiken werden unterbewusst ausgeübt/erlebt ohne genau als solche wahrgenommen zu werden. Und wenn diese Unsichtbaren Hierarchien plötzlich ganz sichtbar und präsent werden, lösen diese Situationen oft in Betroffenen und Unbeteiligten ein Gefühl der Erstarrung aus, das es schwer macht angemessen damit umzugehen. Diesen kathartischen Moment wollen wir angehen.
Ziel war es, dass die Teilnehmer*innen Empowermentstrategien erarbeiten und in einem gespielten Rahmen umsetzen können. Und weil dieser gespielte Rahmen für potenzielle Beobachter*innen nicht ersichtlich ist, löst das Dargestellte reale Reaktionen und Gedanken aus. Denkanstöße werden angeregt und mit Hilfe von freiwilligen Nachgesprächen eingeordnet.

Fonds

Jugendfonds

Aktionszeitraum

März 2024

Orte

Probebühne und Eckladen vom Theater Rampe

Initiator_innen

Benjamin Bosler und Selma Sabotic

Zielgruppe
  • junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren
Themenfelder
  • Sexismus
Typ der Einzelmaßnahme
  • Workshops
  • unsichtbares Theater